Forum Inklusion lebendig machen - Fortbildungen

Um inklusive Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche im Bonner Raum zu stärken, möchten wir möglichst viele Beteiligte in den Prozess mit einbeziehen. Dazu gibt es Fortbildungen, Workhops und Praxisaustausche.

In der Reihe „Inklusion konkret“ finden praxisnahe Fortbildungen statt zu unterschiedlichen Themen. Die Veranstaltungen richten sich an alle Interessierten, insbesondere an pädagogische Fachkräfte aus der offenen Kinder- und Jugendarbeit, OGS, Kindergärten, Schulen und anderen Einrichtungen.

Ansprechpartnerin: Ruth Dobrindt, Telefon 0228-44 29 03

Inklusion konkret VIII: Traumasensible Pädagogik Teil 1: Überlebensstrategien traumatisierter Kinder und Jugendlicher. Hintergründe und Praxis

Kinder und Jugendliche, die traumatische Erfahrungen machen mussten, unterscheiden sich grundlegend von ihren Altersgenossen. Während diese mit den wachsenden Herausforderungen und Leistungsanforderungen in Alltag und Schule meist mehr oder weniger gut zurechtkommen, gelingt traumatisierten Kindern dies kaum bis gar nicht. Früh und komplex traumatisierte Kinder werden in ihrer gesamten Entwicklungsfähigkeit schwer getroffen. Nicht selten zeigen sie ihre seelischen Verletzungen durch ein besonderes Verhalten im direkten Beziehungskontakt oder in Konflikten mit anderen Kindern. Pädagogische Fachkräfte sind in ihren Einrichtungen zunehmend konfrontiert mit Kindern, die Überwältigendes erlebt haben und mit den Folgen dieser traumatischen Erfahrungen zu leben versuchen; sie lassen uns dies durch ihr herausforderndes Verhalten deutlich spüren. Wutausbrüche, abrupte Stimmungswechsel, eine hohe Verletzlichkeit oder ein weitgehender emotionaler Rückzug machen den Umgang mit solchen „schwierigen“ Kindern zu einer pädagogischen, oft auch menschlichen Bewährungsprobe. Die Praxis inklusiver Modelle in Betreuungs- und Freizeitangeboten, in Kita, OGS oder Schule gerät mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen an ihre Belastungsgrenze.

Eine traumasensible Pädagogik („Pädagogik des sicheren Ortes“) bietet ein fachliches Konzept für den pädagogischen Umgang mit solchen Überlebensstrategien, das heißt wirksame Antworten auf die primäre/traumatische Todesangst, die Verlassenheits- und Ohnmachtsgefühle sowie auf die komplexe traumabedingte Symptomatik.

Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierte, insbesondere an pädagogische Fachkräfte aus der offen Kinder- und Jugendarbeit, OGS, Kindergärten, Schulen und anderen Einrichtungen.

Inklusion konkret VIII: Traumasensible Pädagogik Teil 1

Inklusion konkret XI: Zum pädagogischen Umgang mit autistischen Kindern und Jugendlichen: Hintergründe und Praxis (5)

Autismus-Spektrum-Störungen stellen eine umfassende Beeinträchtigung der Gesamtentwicklung von Kindern und Jugendlichen dar. In deren Zentrum stehen immer soziale Interaktions- und Kommunikationsstörungen. Begleitend kommen oft zahlreiche Besonderheiten im Verhalten hinzu. Dabei ist die Bandbreite der Syndrom Ausprägung individuell. Der Alltag stellen dabei betroffene Kinder und Ihre Betreuer und Bezugspersonen vor besondere Herausforderungen. „Typische“ Verhaltensweisen Betroffener werden besprochen und durch die Vorstellung aktueller Erklärungsansätze die Gründe für diese Verhaltensweisen nachvollziehbar gemacht. Prinzipien eines unterstützenden und förderlichen Umgangs sollen aufgezeigt werden. Strategien zur Prävention von problematischem Verhalten werden vorgestellt.

Inhalt:

  • Neuropsychologische Erklärungsmodelle für das individuelle Symptombild
  • Auswirkungen auf den Alltag
  • Strategien und Tipps für den Alltag
  • Individuelle Fragestellungen

Inklusion konkret XI: Zum pädagogischen Umgang mit autistischen Kindern und Jugendlichen: Hintergründe und Praxis