Inklusion konkret 18: Soziale Inklusion – Ein interaktiver Workshop zum Anti-Bias-Ansatz (bias [engl.] = Voreingenommenheit)

Donnerstag, 13. Juni 2019 - 9:00 bis 16:00 Uhr

Vielfalt in Bildungseinrichtungen und Gemeinden bedeutet nicht automatisch gelungene soziale Inklusion. Die Gestaltung und Pflege von Soziale Inklusion ist ein Prozess, der nur gelingen kann, wenn aktiv Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden, dass alle ihre Potentiale optimal entfalten und vielfältigste Bildungsbarrieren abgebaut werden können. Ein entscheidendes Element hierfür ist eine differenzsensible Haltung aller, die die pädagogische Verantwortung tragen, und ihre Bereitschaft, jeglicher Form von Exklusion und Diskriminierung entschieden entgegenzutreten.

Der langjährig erprobte Anti-Bias-Ansatz kann wertvolle Hilfestellung leisten, die Sensibilität für Diskriminierung zu schärfen und Bildungsbarrieren abzubauen. Entwickelt wurde das Konzept Anfang der 1980er Jahre von Pädagoginnen in den USA für den schulischen und außerschulischen Bildungsbereich. Die Weiterentwicklung für die Erwachsenenbildung fand Anfang der 1990er Jahre in Südafrika nach dem Ende der Apartheid statt. In Deutschland findet der Ansatz Verwendung seit Ende der 90er Jahre. Das englische Wort „Bias“ bedeutet Voreingenommenheit, Schieflage, Vorurteil. Der Ansatz nimmt vielfältige Formen von Diskriminierung in den Blick: Geschlecht, Herkunft, Aussehen, soziale Schicht, körperliche und geistige Gesundheit, Religionszugehörigkeit oder sexuelle Orientierung können Merkmale sein, aufgrund deren Menschen diskriminiert werden. Der Referent begleitet diesen Ansatz seit seinen Anfängen in Deutschland. In seine stetige Weiterentwicklung, Konzipierung und Durchführung bezieht er inzwischen die Konzepte der Sozialen Inklusion, Capability Förderung (Befähigungsansatz) und Belonging (Zugehörigkeiten) mit ein.

Ziele und Inhalte der Anti-Bias Bildung: Wie gehe ich mit Vorurteilen, Macht und Ideologien von der Überlegenheit und Unterlegenheit von mir selbst und anderen um? Die Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung ist eine der Kernfragen des Anti-Bias-Ansatzes. Dabei offenbart sich schnell die Macht der Vorurteile und Stereotypen und die Ohnmacht der Betroffenen - mit weitreichenden Folgen für die Entwicklung einzelner Menschen und unserer Gesellschaft. Die Anwendung des Anti-Bias-Ansatzes lädt zu einem Perspektivwechsel ein. Ziel dabei ist, un- oder halbbewusste Bildungsbarrieren zu erkennen, ihnen zu begegnen und sie weitmöglichst zu beseitigen sowie Konsequenzen für das pädagogische und bildungspolitische Handeln auf individueller, gesellschaftlicher und institutioneller Ebenen zu ziehen.

Methoden: Der interaktive Workshop vermittelt Ihnen durch Gestaltung des Raums für Selbstreflexion, kurze fachliche Inputs und Einzel-, Paar und Kleingruppenarbeit sowie moderierten Erfahrungsaustausch erste Anregungen für einen vorurteilsbewussten Umgang mit vielfältigen Potenzialen und Barrieren für die Bildungsarbeit.

Referent: Dr. phil. Prasad Reddy, Ph.D. (Zentrum für soziale Inklusion, Migration und Teilhabe, www.zsimt.com)

Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierte, insbesondere an pädagogische Fachkräfte aus der offenen Kinder- und Jugendarbeit, OGS, Kindergärten, Schulen und anderen Einrichtungen.

 

Titel: Inklusion konkret 18: Ein interaktiver Workshop zum Anti-Bias-Ansatz (bias [engl.] = Voreingenommenheit)
Status: Buchung möglich (Formular siehe unten)
Beginn: Donnerstag, 13. Juni 2019, 9:00 Uhr 
Ende: Donnerstag, 13. Juni 2019, 16:00 Uhr
Leitung: Dr. phil. Prasad Reddy, Ph.D. (Zentrum für soziale Inklusion, Migration und Teilhabe)
Zielgruppe: Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierte, insbesondere an pädagogische Fachkräfte aus der offenen Kinder- und Jugendarbeit, OGS, Kindergärten, Schulen und anderen Einrichtungen.
Ort: Abenteuer Lernen
Siebenmorgenweg 22
Tapetenfabrik/Künstlerhof
53229 Bonn-Beuel
 Kosten 30,00 Euro

 

Es sind nur noch 12 Plätze frei.

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