Forum Inklusion lebendig machen - Fortbildungen

Um inklusive Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche im Bonner Raum zu stärken, möchten wir möglichst viele Beteiligte in den Prozess mit einbeziehen. Dazu gibt es Fortbildungen, Workhops und Praxisaustausche.

In der Reihe „Inklusion konkret“ finden praxisnahe Fortbildungen statt zu unterschiedlichen Themen. Die Veranstaltungen richten sich an alle Interessierten, insbesondere an pädagogische Fachkräfte aus der offenen Kinder- und Jugendarbeit, OGS, Kindergärten, Schulen und anderen Einrichtungen.

Ansprechpartnerin: Ruth Dobrindt, Telefon 0228-44 29 03

Frühstückskino: Kinder der Utopie am 23.11.2019, 10:00 Uhr

Wir laden ein zu Kino, Austausch, Gespräch und zum leckerem Frühstück.

Sechs junge Erwachsene schauen zurück auf ihre gemeinsame Grundschulzeit in einer Inklusionsklasse. Sie reflektieren ihre Erlebnisse und Erfahrungen – und blicken in die Zukunft. Ein berührender und ehrlicher Dokumentarfilm von Hubertus Siegert.

In dem 80-minütigen Kinofilm DIE KINDER DER UTOPIE treffen sich sechs junge Erwachsene wieder. Vor zwölf Jahren wurden sie schon einmal dokumentiert – für den Film KLASSENLEBEN. Sie besuchten damals eine Berliner Grundschule.

„Der Film will kein Plädoyer für Inklusion sein und doch ist er genau das: er zeigt wie reich, bunt und verschieden die Welt von uns Menschenwesen sein kann und welche Möglichkeiten und großer Reichtum in den Aufgaben liegt, die uns diese Vielfalt schenkt.“– Wotan Wilke Möhring, Schauspieler

Veranstaltungsort:      Abenteuer Lernen e.V., Siebenmorgenweg 22, 53229 Bonn
Unkostenbeitrag:        5,00 Euro

Programm

Frühstückskino: Kinder der Utopie

Wir machen Inklusion lebendig! Praxisnahe Tagung zur Stärkung von inklusiver Kinder- und Jugendarbeit

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für Inklusion sind klar: Inklusion ist ein Menschrecht und somit keine Verhandlungssache. Die Umsetzung in der Praxis und auch das Image von Inklusion hinken aber den Zielen hinterher. Was ist zu tun?

Wir wollen Inklusion lebendig machen!

Anhand von Praxisbeispielen und Vorträgen wollen wir Ideen und Möglichkeiten darstellen und herausarbeiten, wo wir in Deutschland stehen und wie inklusive Kinder- und Jugendarbeit gestaltet werden kann. Zudem bietet die Tagung Raum, vorhandene Potentiale für die Umsetzung von Inklusion aufzuzeigen und uns zu vernetzen.

Die Tagung richtet sich an alle Interessierte, insbesondere an im Bereich der Inklusion engagierte Politiker*innen, an Mitarbeiter*innen von Institutionen und Verwaltungen, Eltern, Leitungen von Kinder- und Jugendeinrichtungen,  pädagogische Mitarbeiter*innen der offenen Kinder- und Jugendarbeit, Mitarbeiter*innen in Offenen Ganztagsschulen, Erzieher*innen, Lehrer*innen, sowie andere pädagogische Fachkräfte.

Programm

 

 

WIr machen Inklusion lebendig! Praxisnahe Tagung zur Stärkung von inklusiver Kinder- und Jugendarbeit

Inklusion konkret 25: Traumasensible Pädagogik Teil 1: Überlebensstrategien traumatisierter Kinder und Jugendlicher. Hintergründe und Praxis

Kinder und Jugendliche, die traumatische Erfahrungen machen mussten, unterscheiden sich grundlegend von ihren Altersgenossen. Während diese mit den wachsenden Herausforderungen und Leistungsanforderungen in Alltag und Schule meist mehr oder weniger gut zurechtkommen, gelingt traumatisierten Kindern dies kaum bis gar nicht. Früh und komplex traumatisierte Kinder werden in ihrer gesamten Entwicklungsfähigkeit schwer getroffen. Nicht selten zeigen sie ihre seelischen Verletzungen durch ein besonderes Verhalten im direkten Beziehungskontakt oder in Konflikten mit anderen Kindern. Pädagogische Fachkräfte sind in ihren Einrichtungen zunehmend konfrontiert mit Kindern, die Überwältigendes erlebt haben und mit den Folgen dieser traumatischen Erfahrungen zu leben versuchen; sie lassen uns dies durch ihr herausforderndes Verhalten deutlich spüren. Wutausbrüche, abrupte Stimmungswechsel, eine hohe Verletzlichkeit oder ein weitgehender emotionaler Rückzug machen den Umgang mit solchen „schwierigen“ Kindern zu einer pädagogischen, oft auch menschlichen Bewährungsprobe. Die Praxis inklusiver Modelle in Betreuungs- und Freizeitangeboten, in Kita, OGS oder Schule gerät mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen an ihre Belastungsgrenze.

Eine traumasensible Pädagogik („Pädagogik des sicheren Ortes“) bietet ein fachliches Konzept für den pädagogischen Umgang mit solchen Überlebensstrategien, das heißt wirksame Antworten auf die primäre/traumatische Todesangst, die Verlassenheits- und Ohnmachtsgefühle sowie auf die komplexe traumabedingte Symptomatik.

Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierte, insbesondere an pädagogische Fachkräfte aus der offen Kinder- und Jugendarbeit, OGS, Kindergärten, Schulen und anderen Einrichtungen.

Inklusion konkret 25: Traumasensible Pädagogik Teil 1

Inklusion konkret 24: Zum pädagogischen Umgang von Kindern und Jugendlichen mit Down-Syndrom - Hintergründe und Praxis

Kinder und Jugendliche mit Down-Syndrom gehören zu unserer Gesellschaft, sie besuchen häufig Regelschulen und nehmen in der Freizeit an den verschiedensten Aktivitäten teil. In der Regel sind sie fröhlich, offen und kommunikativ. Trotzdem kann es für Fachleute manchmal schwierig sein, bestimmte Verhaltensweisen richtig einzuordnen. In dieser Fortbildung werden Verhaltensaspekte, die bei Menschen mit Trisomie 21 öfter vorkommen und zu Irritationen führen können, angesprochen und die Ursachen erklärt. Ein besseres Verständnis für diese Verhaltensweisen erleichtert den Umgang mit ihnen und führt dazu, dass gemeinsame Unternehmungen und Aktivitäten gut gelingen und für alle eine bereichernde Erfahrung werden.

Die Veranstaltung ist praxisorientiert und bietet neben dem Fachinput, Möglichkeiten zum Austausch.

Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierte, insbesondere an pädagogische Fachkräfte aus der offenen Kinder- und Jugendarbeit, OGS, Kindergärten, Schulen und anderen Einrichtungen.

Referentin: Cora Halder (Lauf, Bayern)

Cora Halder setzt sich, nachdem die jüngere ihrer beiden Töchter 1985 mit dem Down-Syndrom zur Welt kam, für bessere Lebenschancen für Menschen mit DS ein. Als Mitgründerin des Trägervereins des DS-InfoCenters war sie von 1998 bis 2015 dessen Geschäftsführerin. Von 2008 bis 2014 war Cora Halder Präsidentin der European Down Syndrome Association (EDSA).
Für ihr Engagement und ihre erfolgreichen Initiativen zur gesellschaftlichen Wahrnehmung von Menschen mit Down-Syndrom wurde sie mehrfach ausgezeichnet.

Inklusion konkret 24: Zum pädagogischen Umgang mit Kindern und Jugendlichen mit Down-Syndrom - Hintergründe und Praxis

Inklusion konkret 23: Aufbauseminar Autismus-Spektrum-Störung: Pädagogischer Umgang in der Praxis

Aufbauseminar. Besuch des Grundseminars bzw. Grundkenntnisse zu Autismus-Spektrum-Störung werden vorausgesetzt.

Das Asperger-Syndrom als eine Form der Autismus-Spektrum-Störungen ist einerseits gekennzeichnet von einer scheinbar “normalen” kognitiven und sprachlichen Entwicklung und andererseits von unterschiedlich stark ausgeprägten sozialen Schwierigkeiten. So besteht im Alltag z.B. ein Unterstützungsbedarf im sozialen Handeln, aber auch in der Selbstorganisation.

In diesem praxisorientierten Vortrag werden auf Basis der gängigen Erklärungsmodelle relevante Themen wie z.B. Strategien im Umgang mit der individuellen Asperger-Symptomatik, Schaffung von Anreizsystemen im Alltag und die Einbindung geeigneter Systeme zur Unterstützung des sozialen Handelns vorgestellt.

 

Inklusion konkret 23: Autismus-Spektrum-Störung: Pädagogischer Umgang in der Praxis. Aufbauseminar